AMPERA-e Graphit grau metallic

Phönix aus der Asche? Schneller als man denkt! 1


Die Hoffnung stirbt zuletzt. Sagt man. Gesagt – getan.

Noch im April hatte ich über eine exklusive Einladung von Opel berichtet, dass wir, das heißt über 30 Opel Ampera-Jünger, bereits im März die Gelegenheit hatten, den AMPERA-e hautnah zu erleben.

Beitrag vom 21. April 2017

 

 

 

 

 

 

 

 


Die positiven Aussichten wurden dann im Juni 2017 wieder relativiert, da der AMPERA-e zunächst für Privatkunden nicht für einen Barkauf vorgesehen war, da Opel sich entschieden hatte, den AMPERA-e über zwei verschiedene Wege – mittels Agenten als Leasingangebot für Privatkunden sowie Direktvertrieb mit Kaufmöglichkeit für Groß-/Flottenkunden – zu vertreiben. Außerdem wurde dann in einem weiteren Schritt seitens Opel das Reservierungssystem ausgesetzt, da die Nachfrage das limitierte Angebot weit überstieg. Daher habe ich mich damals mit Unverständnis und Frust mental davon verabschiedet, jemals den AMPERA-e mein Eigen nennen zu dürfen.

Die Wende folgte im Oktober

Ende Oktober hatte ich kurzfristig erfahren, dass die AMPERA-e Fahrzeuge, die sich derzeit bei den AMPERA-e Agenten befinden (Vorführwagen und Ausstellungsfahrzeuge), seitens Opel zum Verkauf an Privatkunden freigegeben werden. Daher habe ich dann umgehend sämtliche Ampera-e Agenten in Hessen abtelefoniert und mich nach dem aktuell verfügbaren Fahrzeugbestand erkundigt. Den einen oder anderen Agenten habe ich dabei auf dem falschen Fuß erwischt, weil die jeweiligen Ansprechpartnern bei den Händlern derzeit nicht zu sprechen waren oder die Informationen über die Verkaufsanweisung schlicht noch nicht vorgelegen hatten.

AMPERA-e Graphit grau metallic

AMPERA-e Graphit grau metallic

Ich habe also den für mich sinnvollsten Kompromiss ausfindig gemacht, Termin mit der Verkäuferin bei Delta Automobile in Wiesbaden ausgemacht und die Gunst der Stunde noch am gleichen Tag genutzt und in die Tat umgesetzt. Was ich auf keine Fall wollte, war einen Wagen wieder in Weiß (langweilig) und nicht in Silber (Altherrenfarbe). Daher schlug ich am Freitag Abend noch gegen 17:00 Uhr im Autohaus auf und es war klar: DER muss es sein, in Graphit grau metallic, eine übrigens schöne Farbe, an der man sich nicht so schnell satt sieht.

Schnell sind wir in die Vertragsformalitäten eingestiegen, denn ich brauchte kein Verkaufsgespräch und keine Fahrzeuginformationen, da ich genau wusste, was ich will. Die Besonderheit an der Situation war zweifelsohne die spontane Entscheidung seitens Opel, die Fahrzeuge für den Barverkauf an Privatkunden freizugeben.  Da das nicht alle Tage so vorkommt, zeigte sich auch an der Herausforderung, an das teils notwendige Zubehör, wie beispielsweise die Winterkompletträder, schnellstmöglich ranzukommen. Da Opel bislang keine Felgenfreigaben für den freien Handel veranlasst hat, war ich letztlich auf eine Opellösung angewiesen. Die Original-Räder wurden bestellt und ich sollte Glück haben und diese kamen dann am 20. November, also noch kurz vor der Auslieferung. Weil ich mir geschworen habe, dass ich nicht vom Hof fahre, wenn ich keine passenden Winterräder bis dorthin habe. Denn eins ist klar: Sicherheit geht immer vor!

Die Vorfreude ist natürlich riesengroß! Seit Unterschrift unter den Kaufvertrag habe ich nächtelang sehr unruhig geschlafen. Vor allem auch darin begründet, weil ich ja meinen bisherigen Ampera noch verkaufen wollte. Denn als hauptsächlicher Alleinnutzer des Fahrzeuges wollte und sollte ich nicht zwei Fahrzeuge parallel halten. Die Nachfrageseite nach gebrauchten Amperas ist, salopp gesagt sehr idealistisch getrieben und es gibt nur einen kleinen Markt dafür. Man muss kein „Nerd“ sein, um Freude und Verständnis für den Ur-Ampera zu haben. Was einige Hersteller heute als Evolution und unter der Bezeichnung „PlugIn-Hybrid“ vermarkten, gab es aus dem Hause General Motors/ Opel bereits seit 2011; und das sogar noch näher liegend am reinen elektrischen Fahren.

Es sollte also nicht allzu lange dauern, bis sich ein ernsthafter Interessent bei mir für den Ampera gemeldet hat.

Die letzte schlaflose Nacht zum 22. November

Es ist soweit!

Ich steige morgens in die S-Bahn in Richtung Wiesbaden. Aufgeregt wie ein Kleinkind vor Weihnachten laufe ich gegen 09:45 Uhr bei Delta Automobile in den Showroom. Und was blinzelt mich da direkt an?

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Mein neuer Opel AMPERA-e bereit für den Sprung in die Freiheit!

Mein neuer Opel AMPERA-e bereit für den Sprung in die Freiheit!

Wir klären den restlichen formalen Teil, ich erhalte die Bedienungsanleitung und das Serviceheft und die Sommerräder werden in den Kofferraum gelegt – kein Problem bei dem Kofferraumvolumen von 381 Litern. Die Freude ist übergroß, die ich nicht verbergen kann:

https://twitter.com/Elektroflitzer/status/933299144881528833

https://twitter.com/Elektroflitzer/status/933299624831602688

Schnell mache ich mich nach der Fahrzeugübernahme in Richtung Heimat auf, denn bereits gegen 14:00 Uhr kommt schon der Käufer des „alten“ Amperas. Die Zeit reicht gerade mal noch für ein kurzes Abschiedsfoto.

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Schichtwechsel! Oder besser Staffelstab-Übergabe von rechts nach links ;-)

Denn als ich damit fertig bin, steht der Käufer schon da. Nach einer kurzen Probefahrt, einiger, erläuternder Worte meinerseits, erledigen wir die Formalien. Technisch brauche ich dem Neubesitzer nicht all zu viel erklären, denn der gute Mann sei Elektriker und fleissiger Mitleser des Opel-Ampera Forums, so seine Worte.

Ein bisschen traurig bin ich schon, als mein nun „Ex-Ampi“ aus unserer Wohnstraße davon rollt. Der Wagen hat uns schließlich zuverlässig neben Alltag- und Wochenendtrips circa siebeneinhalb tausend Kilometer durch Frankreich, Spanien, Andorra (2016) und Schweiz, Italien (2017) gebracht.

Aber jedem Abschied folgt ein neuer Anfang. Und so sehr mit Emotionen an diesem denkwürdigen 22.11.2017 überschüttet, freue ich mich ab sofort auf eine emissionsfreie, elektromobile und individuelle Zukunft.

Übrigens: Meine bis zum jetzigen Zeitpunkt aufrecht gehaltenen Vorbestellungen zum neuen Nissan Leaf und Tesla Model 3 habe ich hiermit zu Grabe getragen und storniert.

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Einen Fortschreiben von Bildern und Infos gibt es auch  unter: NEU in meiner Garage.

Und allen Kritikern sei nochmals gesagt: Der AMPERA-e kann gekauft werden!

 


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Ein Gedanke zu “Phönix aus der Asche? Schneller als man denkt!

  • LambdaCore 21

    Oh Mann, ich bringe heute meinen Ampi zur Inspektion und laufe an dem tollen Austeller-Ae vorbei mit dem Wissen, dass ich ihn kaufen könnte! Argh! Das ist aber auf der anderen Seite ein toller Move von Opel, die Kaufoption „hintenrum“ doch noch anzubieten.

    Finde ich klasse, danke für die Infos und für den schönen Bericht!