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Warum ich mich für diese Wallbox entschieden habe… 2


Da seit dem 22.11.2017 der Ampera Generation 1 „ausgezogen“ ist und der neue AMPERA-e bei mir eingezogen, sollte ich nach der Übergangslösung (Ladung per Schuko Notladekabel) auch eine saubere, komfortable  und dauerhafte Lösung für das Laden zu Hause über Nacht schaffen.  Da der Neue anders als der alte Ampera den Ladestandard Typ 2 unterstützt und ich eine Wallbox mit fest angeschlagenem Kabel haben wollte, waren folgende, mögliche Überlegungen:

  1. die bisherige Ladezuleitung mit 230V/16A weiter zu nutzen ==> Ladeleistung max. 3,7 kW (kostengünstig, Nutzung einer Phase analog Onboardladegerät des AMPERA-e)
  2. die bisherige Ladezuleitung auf 400V/16A auszutauschen ==> Ladeleistung max. 11 kW (kostenintensiv durch Austausch von Leitungen, Absicherungen), nutzbar aber nur auf einer Phase bis max. 3,7 kW Ladeleistung aufgrund des Einphasen-Onboardladegeräts des AMPERA-e), daher bis auf Weiteres kein Mehrwert.
  3. die bisherige Ladezuleitung auf 400V/32A auszutauschen ==> Ladeleistung max. 22 kW (kostenintensiv durch Austausch von Leitungen, Absicherungen), nutzbar aber nur auf einer Phase bis max. 7,2 kW Ladeleistung aufgrund des Einphasen-Onboardladegeräts des AMPERA-e), aufgrund der Schieflastthematik laut Netzbetreiber aber nicht zulässig.

Weitere Überlegungen standen für mich nicht zur Debatte, so z.B. eine einstellbare Version 3, allerdings mit Leistungsreduzierung auf max. 4,6 kW einphasig. Dies hätte wiederum eine Neuverkabelung/Absicherung erforderlich gemacht, mit entsprechenden Kosten, für eine Lademehrleistung von 0,9 kW (3,7 kW zu 4,6 kW). Diese Mehrleistung hätte ich mit einigen hundert Euro investieren müssen, was es mir nicht wert war, da ich den heimischen, nächtlichen Ladeplatz nicht als Durchgangslademöglichkeit sehe (Stichwort „eben mal schnell nachladen“). Sondern ausgehend von einer durchschnittlichen, nächtlichen Standzeit von 10 Stunden sind damit theoretisch (unter Berücksichtigung von Ladeverlusten) mehr als die halbe Batteriekapazität einer vollständig entladenen Batterie möglich. Da der AMPERA-e eine nutzbare Nettokapazität von 60 kWh aufweist, ist dies aus meiner Sicht nicht erforderlich.

Für was habe ich mich entschieden? Ich habe mich für die kostengünstigste Variante 1 entschieden. Für ein schnelleres Laden unterwegs habe ich ja auch noch ein mobiles, dreiphasiges 400V/32A Ladekabel (vergleichbar Variante 3), sowie die Möglichkeit des unverzichtbaren Gleichstrom-Schnellladens (DC) am europäisch genormten Typ „Combined Charging System“ (CCS). Grundsätzlich sprach sich darüber hinaus unser regionaler Netzbetreiber gegen eine höhere Nutzlast von 4,6 kW auf einer Phase aus, da dies aus Gründen der Schieflast nicht zulässig sei. Was letztlich nur fahrzeugbedingt einphasig nutzbare höhere Auslegungen als max. 4,6 kW obsolet machen.


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2 Gedanken zu “Warum ich mich für diese Wallbox entschieden habe…

  • Chris

    Hallo,

    Danke auch für diesen Bericht zum Thema Elektromobilität.
    Ich bin noch neu in dem Thema, aber im Januar kommt mein eigener Ampera-e :), und deshalb suche ich nach einer Ladelösung für Zuhause.
    Darf man fragen was die Wallbox kostet?
    Das erwähnte 3phasige Ladekabel für unterwegs bringt ja auch nur dort was, wo 7.2kw Laden erlaubt ist, oder?
    Die Lösungen Nrgkick oder Maxicharger kamen für Sie nicht infrage? Erschienen mir attraktiv. Sind zwar teuer, aber sowohl einphasig auf 4.6kw als auch 3 phasiges Laden bis 22kw in der Zukunft (mit nächstem EV) möglich.

    Viele Grüße
    Chris

    • mainhattan (Admin) Beitragsautor

      Hallo Chris,
      vielen Dank für Deinen Kommentar, auf den ich gerne näher eingehen möchte.

      In der Tat habe ich mir die Varianten überlegt, die mit den Prämissen „Ladekomfort“ und „Kosten“ durchgespielt wurden.

      Da ich bis zuletzt den Ampera der ersten Generation gefahren habe, hatte ich bereits eine Zuleitung zu meinem Stellplatz gelegt (vor 4 Jahren). Heute würde ich da auch anders handeln 😉
      Ferner hatte ich eine passende Wallbox Typ 1 230V/16A angeschafft, die durch den Typ 1 für mich nutzlos geworden ist. Soviel zur Vorgeschichte.

      Um möglichst kostengünstig (Prämisse Kosten) eine für mein Fahrprofil sinnvolle Lösung zu finden und dennoch komfortabel überall laden zu können bin ich auf die einzelnen Module eingeschossen. Wichtig war mir, im Alltag, wenn es morgens Zickzack gehen muss, mich nicht noch unnötig mit abkabeln beschäftigen zu müssen.
      Beispielrechnung (Beträge in € gerundet):

      NRGkick (32A) inkl. Adapterest 1.000,00
      Beseitigung der alten Lösung und Aufrüstung der Zuleitung, Absicherung auf 400V/32A 2.500,00
      = 3.500,00 (mit CEE rot 32A Steckplatz)

      Status quo nach Umbau:
      ABL Wallbox Austausch gegen Typ 2 neu mit fest angeschlagenem Kabel 849,00
      Typ 2/ Mode 2 auf CEE blau 399,00
      Mode 3 32A Ladekabel 249,00
      Montage/Checkkosten 199,00
      Bisherige Zuleitung verbleibt
      = 1.700 €

      Damit habe ich also nur etwa die Hälfte bezahlt. Ausserdem halte ich es eben für sehr riskant, nur eine einzige Lademöglichkeit (NRGkick) zu haben. Was ist, wenn die Steuerungselektronik in dem „Ziegel“ nen Schuss hat? Dann geht nix mehr… :-(
      Bzgl. des 32A.Kabels unterwegs: Die Schieflastgrenze gilt nach meinem Kenntnisstand „nur“ für die privaten Anschlüsse. Die Säulenbetreiber müssen selbst dafür Sorge tragen. Den Mehrwert Stand heute sah ich wie bereits erwähnt nur bei 0,9 kW Ladeleistung auf einer Phase.
      Was die Automobilhersteller weiter bzgl. Einphasen-/Mehrphasenladungen machen werden, wissen wir nicht. Fakt ist aber, dass die asiatischen Hersteller im Wechselstrombereich nur einphasig anbieten (da es die Heimatmärkte nicht brauchen). Hier gilt es, weiter zu beobachten.

      Ach ja, Frohe Weihnachten! Und freu Dich auf Deinen AMPERA-e – die Community wächst langsam aber stetig! Schön, wenn Du dann mal berichtest :-)