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Gut gemeint aber desaströs falsch berichtet: Ampera soll lebensgefährlich sein! 1


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Schon der Titel an sich ist grober Unfug:
Innovativ und lebensgefährlich

So eine miserable Berichterstattung habe ich bisher noch nie lesen müssen. Das haben ja noch nicht einmal Autobild oder AMS geschafft, die Elektromobilität so schlecht zu reden.
Scheint wieder mal so ein Kreisblatt ein paar umsatzschrumpfende Seiten füllen zu wollen, indem man auch noch die Realität falsch darstellt.
Der Titel suggeriert, dass der Ampera ein innovatives Fahrzeug ist, aber für den Ottonormal-Deutschen nichts ist, weil lebensgefährlich. So ein grober Unfug.
Die weitere Aussage „Nur Mitarbeiter von Spezialwerkstätten dürfen den Motor anrühren – wegen Hochspannung besteht Lebensgefahr.“ ist wieder einmal Schwachsinn. Den bzw. die Motoren kann man anfassen, wie in jedem „normalen“ also besser konventionellen Fahrzeug auch. Dem Schreiberling sei mal erklärt, er möge bei laufender Lichtmaschine an die jweiligen Anschlusspole dieser fassen, das wird er bei einem Verbrenner auch nicht überleben!
Weiterer Punkt: „Dabei sticht sein Opel Ampera doch wegen seiner futuristischen Frontscheinwerfer in der Form eines Bumerangs gleich ins Auge.“ Liebe Redaktion, der Ampera hat ganz normale Scheinwerfer mit HIR2 Lampen drin. Die Bumerangform ist ein Stilelement und gehört zur Frontschürze. Mehr nicht!
„Ein Plug-in-Hybrid verbindet einen Benzinmotor und einen Elektromotor, dessen Akku auch mittels Stromanschluss extern aufgeladen werden kann.“ Das stimmt so leider auch nicht. Ein Fahrzeug, das primär von einem Verbrennermotor angetrieben wird und zur Unterstützung einen Elektromotor mitführt, dessen Batterie von außen aufgeladen werden kann, da nennt man das ganze System einen PlugIn-Hybrid. Beim Ampera handelt es sich aber nicht um einen klassischen PlugIn Hybriden, sondern um ein REEV. Die weitere Erläuterung lieber Autor, ist hier zu finden.
Die Aussage „Daheim hängt Borgers den Ampera an eine spezielle Steckdose, die er in der Garage angebracht hat.“ lässt den Ahnungslosen Durchschnittsdeutschen glauben, dass man das Fahrzeug eben mal nicht an jeder handelsüblichen Schukosteckdose laden kann. Das ist falsch. Kann man wohl; diese muss nur enstprechend ausgelegt sein!
Der Absatz „Ich nutze das Auto jeden Tag, auf kurze Strecken ist es unschlagbar“, sagt Borgers, fügt aber an: „Ich würde kein reines E-Auto fahren, sowas ist nur sinnvoll für Gemeinden und für Privatleute, die nur Kurzstrecken fahren.“ vermittelt abermals den Eindruck, dass man mit dem Ampera keine langen Strecken fahren könne. Auch das ist falsch. Der Ampera hat einen 35 Liter großen Benzintank für den 86 PS Verbrennungsmotor, der den Fahrstrom erzeugt. Mit einer vollen Batterieladung sowie vollem Tank schafft man über 500 km ohne Nachladen oder Nachtanken zu müssen. Wenn keine Lademöglichkeiten vorhanden sein sollte, fährt man eben mit Benzin. Wie mit jedem anderen „normalen“ Auto.

Lieber Herr Kirchmayer, nehmen Sie es mir bitte nicht übel. Sie scheinen weder ein Freund der Elektromobilität zu sein, noch haben Sie sich damit wirklich auseinandergesetzt. Vom „Hörensagen“ her die Dinge hinzuschreiben und ihren wenigen Lesern den Eindruck zu vermitteln, dass Elektroautos nur was für Idealisten und Gefährder des öffentlichen Straßenraumes wären, hat mich bitter enttäuscht und zeigt mir wieder einmal, dass solche Töne genau die Gründe in der Durchschnittsgesellschaft sind, warum man sich ewig am gestrigen Verbrenner unter der „normalen“ Motorhaube ohne Lebensgefahr festklammert. Dafür haben Sie mit Ihrem dünnen Bericht leider gesorgt, dass auch weiterhin auf Stammtischniveau über Reichweiten, Umweltverträglichkeit jeder  Ottonormaldeutsche bestens informiert ist!

Der vollständige Artikel ist hier zu lesen.


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