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Förderung von Elektroautos: Es wird einsam um Schäuble und Dobrindt 2


Es wird einsam um die BM Schäuble und Dobrindt:

Die Koalitionsspitzen aus SPD (Gabriel) und CSU (Seehofer) scheinen sich einig zu sein. Nun liegt es an der Bundeskanzlerin, ein Machtwort auszusprechen.

Ich gehe davon aus, dass bis zu dem Treffen mit den Autokonzernchefs am 02. Februar 2016 die Bundeskanzlerin erste inoffizielle Zugeständnisse machen wird und die Bereitschaft zeigt, mindestens bis 2020 eine Förderung in Form von direkten Kaufprämien in Aussicht stellen wird. Da die Mehrheit des Bundeskabinettsmitglieder von ihren Parteichefs grünes Licht bekommen werden, dürfte einer alsbaldigen Förderung nichts mehr im Wege stehen.

Jedoch hat nach derzeitigem Stand Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) eine Kaufprämie wiederholt abgelehnt. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) bekräftigte kürzlich erneut sein Nein. „Es ist nicht die Aufgabe des Staates, beim Absatz von Autos behilflich zu sein“, sagte er am Donnerstag.

Meine Meinung:

Schön, dass die Politik versucht, die marktwirtschaftlichen Prinzipien zu respektieren. Was war aber 2009 mit der Abwrackprämie gemacht worden? Da wurden die Marktgesetze durch staatliche Anreize ebenfalls außer Acht gelassen. Und wem hat es genützt? Wohl am Allerwenigsten den deutschen Automobilherstellern. Die meisten Prämien sind in Kassen der fernöstlichen und osteuropäischen Hersteller geflossen.

Es geht hierbei nicht mehr nur um den reinen Klimaschutz, der zwar oberste Priorität vor allen anderen Belangen haben muss.

Es geht hierbei noch um was ganz anderes: Den Erhalt des Technologiestandortes Deutschlands. Derzeit ist das Ziel „Leitmarkt“ für Elektromobilität zu sein, weit entfernt.

Ginge es nach den Herren Schäuble, Kauder etc., müsste die technologiefeindliche und rückwärtsgerichtete Politik fortgeführt werden. Es dürfte nicht verwundern, wenn dies die jüngere Generation der Wählerschaft bis zum Wahlkampf der Bundestagswahl 2017 durchschaut und einen entsprechenden Denkzettel verpasst.

 

Aber zwei Dinge sollten nicht vergessen werden:

  1. Ein Auto unterwegs laden muss so einfach und flächendeckend möglich sein, wie eine Fossiltankstelle zu nutzen.
  2. Für das Laden des Fahrzeuges zu Hause und am Arbeitsplatz bedarf es den Abbau von behindernden Hürden. Eigentümern und Mietern sollte es ohne besondere Zustimmung möglich sein, auf eigene Rechnung Stromversorgungsanschlüsse zu schaffen.

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2 Gedanken zu “Förderung von Elektroautos: Es wird einsam um Schäuble und Dobrindt

  • Wozu brauchen sie den Namen

    Also ich, wenn ich dann aus dem Urlaub komme und wieder arbeiten darf, frage meinen Arbeitgeber mal, ob er bereit wäre mir eine versteckte Lohnerhöhung zu geben. Das Strom abzapfen kostet ja auch, immerhin hat er in die Photovoltaik-Anlage investiert.

    • mainhattan (Admin) Beitragsautor

      Hallo deuler,
      bzgl. Ihrer Frage nach der Notwendigkeit eines Namens:
      Es darf auch gerne ein Pseudonym sein, damit man Sie auch ansprechen kann. Nicht mehr und nicht weniger
      Sprechen Sie Ihren Arbeitgeber an, und weisen aber auch zeitgleich auf die derzeit laufende poloitische Diskussion hin, dass der Strombezug am Arbeitsplatz womöglich künftig von der Pauschalversteuerung wegen geldwerten Vorteils befreit werden könnte. ich denke, dazu wird in diesem Jahr noch Klarheit geschaffen werden.