rechtliche Aspekte


Sich aber einfach mal ein Elektroauto zu kaufen und zu glauben, dass man damit ein Weltverbesserer wird, wäre ein bisschen zu einfältig.
Natürlich muss sichergestellt sein, dass man sein Fahrzeug auch aufladen kann. Das muss nicht zwangsläufig zu Hause sein; macht dies aber wesentlich komfortabler und unabhängiger.


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Was muss ich beachten?

Was bei mir den ganzen Prozess, neben der langen Produktions- und Lieferzeit des Fahrzeuges, so in die Länge gezogen hat, war die rechtssichere Vorgehensweise meinerseits in konzertierter Abstimmung mit dem Hausverwalter und der Eigentümergemeinschaft. Da im Grunde zwar keine Miteigentümer beeinträchtigt wurden und keine Nachteile zu befürchten hatten, musste ein gemeinsamer Beschluss der Eigentümergemeinschaft herbeigeführt werden. Dies war mir allein schon deswegen wichtig, falls ein „Prinzipienreiter“ wegen eines Formfehlers hätte sonst Ärger machen können.

Hierzu galt es u.a. die Widerspruchsfrist von 30 Tagen abzuwarten. So lautete der Beschluss:

„Dem Antrag des Miteigentümers Herrn M.P. bezüglich der Installation einer Stromquelle ( übliche Haushaltsstromleitung mit 230 Volt und 16 Ampere ) im Bereich der Tiefgarage auf seinem Stellplatz Nr. xx wird unter folgenden Voraussetzungen zugestimmt:
A) 1. Die Anbindung an den Allgemeinstrom wird nicht genehmigt. Die Stromquelle hat ausschließlich auf den zu der Wohnung von Herrn M.P. gehörenden Stromzähler zu erfolgen. Die Ausführung erfolgt zu Kostenlasten von Herrn M.P. durch einen von ihm zu beauftragenden Fachbetrieb. Etwaige erforderliche, öffentlich-rechtliche Genehmigungen sind eigenverantwortlich durch Herrn M.P. einzuholen.
2. Herr M.P. ist verpflichtet, zu eigenen Kostenlasten alle erforderlichen Instandhaltungs-und Instandsetzungsarbeiten hinsichtlich dieser Maßnahme durchzuführen.
3. Herr M.P. hat außerdem alle Mehraufwendungen, die der Eigentümergemeinschaft durch diese Maßnahme entstehen, zu erstatten. Dies gilt insbesondere für eventuelle Mehrkosten bei künftigen Instandsetzungsmaßnahmen.
4. Herr M.P. übernimmt die Verkehrssicherungspflicht und stellt die Eigentümergemeinschaft von etwaigen Ansprüchen dritter frei.“

Im Übrigen: Mich hatten während und nach der Eigentümerversammlung viele interessierte Fragen erreicht, so u.a.: „Wie funktioniert das mit dem Laden?“ „Kann man damit nicht liegen bleiben?“ „Kann man so eine Stromleitung auch für die Außenstellplätze legen?“ (Anm.: Ja kann man, ist nur eine Frage der Kosten) “ Wenn das Auto dann da ist, würde uns das dann schon interessieren“ usw. usw.