Elektroauto


Das Themenfeld Elektromobilität hat ein breites Spektrum.
Neben dem Angebot an Fahrzeugen an sich, ist nicht weniger entscheidend das Angebot an Ladeinfrastruktur (Lademöglichkeiten im öffentlichen, halböffentlichen und privaten Raum)
Die Tatsache, dass die öffentliche Hand der Verbreitung der emissionsfreien bzw. emissionsarmen Mobilität immer noch nicht mit geeigneten Maßnahmen auf die Sprünge hilft, hindert weiterhin die Verbreitung dieser hervorragend geeigneten Mobilitätsform, den hoch gesteckten Klimaschutzzielen geeignete Instrumente zur Verfügung zu stellen.

Das Elektromobilitäts-Gesetz, kurz „EmoG“ ist im Grunde genommen eine Kann-Verordnung, welche es den Kommunen in Deutschland den gesetzlichen Rahmen bietet, bestimmte Maßnahmen zu ergreifen, um die Elektromobilität zu fördern und Bevorrechtigungsregelungen zu schaffen. Da aber kein Zwang besteht, sieht es die Mehrheit der öffentlichen Verwaltungen nicht für angebracht, hier Maßnahmen einzuleiten.

Was bislang fehlt und mit der großen Koalition auch sich voraussichtlich nicht ändern wird, sind wirksame Instrumente, die zu einer nachhaltigen Verbreitung und Durchsetzung führen.

Dazu gehören u.a.:

Kaufprämien und/oder steuerliche Anreize für Private und Unternehmer

Schaffung einer Schnellladeinfrastruktur, die so selbstverständlich ist, wie Diesel-, Benzin und Gastankstellen

Gesetzliche Regelungen, die es jedem, der nachhaltige Mobilität privat umsetzen möchte, insbesondere in Wohnanlagen unkompliziert Lademöglichkeiten errichten zu können.

Begriffsbestimmungen/Fahrzeugtypen
Es gibt eine Vielzahl von Fahrzeugtypen, die teilweise oder vollständig elektrisch angetrieben werden.



Hybrid
Ein Hybrid-Fahrzeug wird primär von einem Verbrennungsmotor angetrieben. Zusätzlich kann für kurze Strecken ein kleiner Elektromotor angekoppelt werden, der den Benzinmotor bei niedrigen Geschwindigkeiten (Beispiele: Toyota Prius, diverse Großserienhersteller. Allerdings befinden sich die Fahrzeuge wieder im Rückzug, da sich die PlugIn-Hybride und BEV weiterentwickeln.)


PlugIn-Hybrid:
PlugIn-Hybride sind ähnlich wie Hybride vornehmlich Verbrennungsfahrzeuge, die einen Elektromotor, jedoch mit größerer Akkureichweite nutzen. Diese können auch mit bis zu 130 km/h betrieben werden, die max. Reichweite liegt jedoch bei unter 50 km.
Beispiele: VW Modelle Golf und Passat GTE


RE-EV (Range Extended Electric Vehicle):
Beim RE-EV wird der Vortrieb ausschließlich elektrisch gewährleistet. Ein Verbrennungsmotor sorgt bei niedrigem Akkustand für den Fahrstrom. Damit sind keine echten „Reichweitenängste“ begründet.
Beispiele: Opel Ampera, BMW i3 Rex.
Zu Effizienzgründen schaltet sich in Extremsituationen beim Ampera der Verbrennungsmotor direkt in den Vortrieb ein. Deshalb besteht Uneinigkeit darüber, ob es sich um ein PlugIn-Hybrid oder um ein RE-EV handelt. Beim i3 hat der Range Extender nur Notlaufeigenschaften; das bedeutet, das die maximale Geschwindigkeit auf 120 km/h beschränkt ist.


BEV (Battery Electric Vehicle):
Beim BEV handelt es sich um das Elektroauto in „Reinform“. Es steht als Energiequelle ausschließlich eine Batterie zur Verfügung, die den bzw. die Elektromotor(en) antreibt.
Beispiele: Tesla Model S und X, BMW i3, Nissan Leaf, Renault Zoe, Kia Soul EV u.v.m.