Logbuch 2016


30.08.2016

Meine zwischenzeitliche Resignation ist heute Nachmittag jäh unterbrochen worden. Zwar ohne Gefühlsregung meinerseits, habe ich von der Werkstatt in Rüsselsheim die Info bekommen, dass der Klimakompressor nun getauscht sei. Naja, zwei Wochen hat IMG_3155es schon an meinen Nerven gezehrt und mich nachdenklich gestimmt. Wie wird wohl die Service-Maintenance mit der Neuauflage des AMPERA-e aussehen? Wenn der Neue alle meine Kriterien erfüllt, kann ich guten Gewissens Opel mein Vertrauen schenken? Ich bin noch etwas ratlos. Ende nächster Woche steht sowieso dann nochmal ein Werkstattbesuch an, das soll mir aber erstmal egal sein, da dann zwei Wochen im Urlaub und da würde der Wagen eh nur rumstehen. Es müssen beide Aufnahmepunkte der Gasdruckdämpfer der Heckklappe rostbehandelt werden. Schon beachtlich, dass nach zwei Jahren der Rost sichtbar ist. Ansonsten schaut der Wagen von unten sauber und wie neu aus. Lasse dann auch nochmal prüfen, ob der Kompressor wirklich dicht ist. Dann kommen auch gleich die Winterräder drauf, sonst muss ich schon wieder im Oktober in die Werkstatt. Jetzt heißt es Daumen drücken, dass wir erstmal wieder Ruhe haben.

21.08.2016

Eigentlich wollten wir heute den zweijährigen Geburtstag des Amperas mit einer schönen Ausfahrt feiern.

Wie es nunmal eben in jedem (Elektro)auto-Leben so ist, musste auch  mein Ampera im August 2016 zur jährlichen Durchsicht. Es stand also am 08. August der Zweijahresservice an. Nachdem ich nun vor einem Jahr das böse Erwachen mit den beschädigten Masseschutzbänder-Bolzen am Batteriekasten der Hochvoltbatterie hatte (Anm.: Was nach langwierigen, schwierigen Verhandlungen mit den Werkstätten und mit Opel zufriedenstellend gelöst wurde), kann man schon fast sagen: „Alle Jahre wieder…“.

Nein, bei der letzten Untersuchung kommt nicht wieder ein ähnlich gelagerter Schaden zum Vorschein, sondern etwas ganz Anderes. Was aber nicht weniger Auswirkungen haben soll. Mir wurde beim Inspektionsservice diagnostiziert, dass der Klimakompressor(*) undicht wäre.

Ja, die Klimaanlage, Sodenn man eine hat, sollte diese natürlich schon einwandfrei funktionieren. Die Werkstatt in Frankfurt lehnte den Auftrag zur Reparatur ab, da diese „die notwendige Apparatur“ nicht vor Ort hätte (was sich später zu einem kleineren Problem herausstellen sollte). Man verwies mich auf eine andere Filiale der selben Firma in Darmstadt. Diese wies den Auftrag ebenso ab, da Apparatur ebenso nicht verfügbar. Wie bitte? Sind das jetzt Ampera-Stützpunkte oder nicht? Nach mehrmaligem Insistieren meinerseits bequemte sich dann die Darmstadt Filiale, ein anderes Autohaus in Rüsselsheim zu nennen. Meine letzte Hoffnung! Mit dem Werbeslogan versehen, „da, wo Opel herkommt“ mache ich mich also am 15.08.2016 in aller Herrgottsfrühe nach Rüsselsheim auf und brachte gegen 07:15 Uhr meinen Ampera zur Annahme.

Klimakompressor_LeckDer freundliche Mitarbeiter unternimmt mit mir gemeinsam die Anamnese. Und siehe da: der Klimakompressor schwitzt nicht nur, sondern hat einen regelrechten Sturzausbruch an Schweiß. Wichtig war dabei, den Vorgang noch vor Ablauf der Garantiefrist (heute) eröffnet zu haben. Eine Warnmeldung dazu habe ich im Fahrzeug nicht erhalten.

Unverrichteter Dinge ziehe ich mich mit einem Leihwagen aus der Werkstatt zurück. Am nächsten Tag (16.08.) sollte ich sogleich geerdet werden. Der Servicemitarbeiter informiert mich, dass die Ersatzteilbestellung seitens Opel storniert wurde. Aha. Und jetzt? Die Bestellung wird abermals mit hoher Prio ins System geklopft. Mal sehen, was passiert. Vorerst fahre ich auf Opel’s Kosten einen Astra J (natürlich ein Verbrenner) weiter. Der Servicemitarbeiter des Autohauses versprach mir, bis Freitag (19.08.) einen neuen Status mitzuteilen. Zwischenzeitlich sollte ich dann auch noch den Leihwagen austauschen, da dieser für eine „besondere“ Kundin, die nur mit diesem Autotyp fahren will, zurückgegeben. Also bin ich am Freitag wieder nach Rüsselsheim. Der Mitarbeiter, auf dessen Feedback ich wartete, zog es vor, bereits um die Mittagszeit vorzeitig ins Wochenende zu gehen. Feedback? Ja mit „F“. Fehlanzeige. Auch Frust wird mit „F“ geschrieben. Beim Teiledienst schaut ein Mitarbeiter auf meinen Wunsch ins System und sagt: Der Auftrag steht offen im System. Mehr weiß er dazu nicht.

Zwischenzeitlich, nachdem ich auf Twitter mehr oder weniger rumgemeckert habe, hat sich auch der Opelservice Deutschland eingeklinkt. Meine Daten und den bisherigen Vorgang habe ich mitgeteilt und auch dort tut sich nichts mehr.

Eine ganz zentrale Frage: Wie kann es sein, dass ein solches Teil im GM-Netzwerk nicht verfügbar ist? Und das sogar während der Garantie? Hier sei der Hinweis gestattet, dass sowohl Ampera als auch der US-Bruder Chevrolet Volt Generation 1 bis MY15 (Modelljahr 2015) gebaut wurden und der Volt sogar in Generation 2 weitergebaut wird, sowie Chevrolet den Spark EV in den USA vertreibt! Es mag sein, dass sich das vielleicht ab KW 34 wieder einrütteln wird und ich vielleicht nur etwas „hypersensibel“ seit der Hochvoltbatterie-Thematik geworden bin. Aber schauen wir mal in die Glaskugel: Die Marken Opel und Chevrolet sind jetzt auf die Markteinführungen der neuen BEV-Modelle Chevrolet Bolt EV und Opel Ampera-e fokussiert. Da fühle ich regelrecht, dass ich als Ampera-Besitzer eigentlich nur störe und nerve. Das ändert aber nichts daran, dass ich vor zwei Jahren Opel rund 45.000 Euro auf den Tisch gelegt habe und jetzt gerade das Gefühl vermittelt bekomme, ich würde einen osteuropäischen oder asiatischen Billigwagen fahren!

Also, liebe Verantwortliche, Customer Satisfaction (Kundenzufriedenheit) schaut anders aus. Die Customer Journey landet gerade irgendwo im Nirvana. Gerne würde ich mit Euch gemeinsam die Fehler und Lücken des Reiseverlaufs analysieren und prüfen, und würde Euch dabei unterstützen wollen, wie man das besser machen kann. Ich selbst war jahrelang als Betriebsorganisator eines Finanzdienstleisters mit solchen Dingen beschäftigt. Auch heute sind Projekte im Vertriebsumfeld, technischen Plattformen und Aftersales-Aktivitäten mein „Brot und Butter“ Geschäft.

Ist doch ganz einfach: Ihr seid die Branchen-/Automotive-Spezialisten, ich kann Prozesse und Projekte, bin Elektronaut mit Hirn und Verstand, wenn wir uns gegenseitig ergänzen, wird das auch in Zukunft was mit uns!

😉 👍

To be continued.

Welche Meinung hast Du dazu? Kommentiere Beitrag „Geburtstagsfeier fällt aus…“


(*) Systemkreislauf des Klimakompressors:

BatteryCooling_2_Kreislauf

Der Klimakompressor ist in dem hochkomplexen System von Kühl- und Wärmekreisläufen der Hochvoltanlage eingebunden und unterstützt bei der Temperierung der Hochvoltbatterie, damit diese z.B. keinen Schaden bei höheren Temperaturen erleidet. Damit ist der Kompressor ein ganz zentraler Bestandteil. Ist der Kompressor undicht/defekt/leckt, ist die Fahrbereitschaft des Systems nicht gegeben.

 

 

 

17.04.2016

Ist der Ampera langstreckentauglich? Antwort JA.

Bildschirmfoto 2016-04-18 um 06.06.30Seht selbst: Rahmenbedingungen waren: Temperaturen schwankend zwischen 6°C  – 14°C, teilweise recht windiges Aprilwetter, Regenschauer. Sommerreifen drauf, ECO-Luftdruck bei 2,7bar, Klimaanlage im AUTO/AUTO-Entfeuchtungsmodus, 21°C ECO-Stellung. Im elektrischen NORMAL-Modus bin ich durch geschicktes Wechseln zwischen HALTEN und NORMAL rd. 94km weit gekommen, den Rest mit Unterstützung des Reichweitenverlängereres (REX) mit genügsamen 4,35L/100km geschafft. Besetzt mit Fahrer und Beifahrer sowie leichtem Gepäck.

 

11.04.2016

Da es die letzen Wochen und Monate nicht allzuviel zu berichten gab, teils weil wir gar nicht soviel mit dem Ampera unterwegs waren, jetzt mal wieder einen Zwischenstand: 17.100 km und bei herrlichen 19°C Außentemperatur und Sonnenschein hat das Wetter geradezu eingeladen, den Ampi einer Frühjahrskur zu unterziehen. Nächstes Wochenende steht eine längere Fahrt zu Verwandtschaft an, an den schönen Bodensee und das Wochenende darauf ist das Treffen alternativer Antriebe im Technikmuseum in Sinsheim. Da bleibt also auch nicht viel Zeit für’s hübschmachen 😉 Und dann ist es gaaaar nicht mehr solange hin, dann wird der Ampera wohl seine längste Fahrt auf eigener Achse machen: rund 3.300 km durch Südwest-Europa!

Ampera_160411

08.01.2016

Zwar nicht mehr ganz frisch das Thema, habe mir jetzt aber zum Fahrzeug passender die LED-Kennzeichenbeleuchtung sowie HIR2-Lampen für die Fahrscheinwerfer in möglichst kühlem Weißblau besorgt.

Erkenntnis: Die Kennzeichenbeleuchtung ist so hell, damit könnte man echt rückwärtsfahren und sieht mehr als mit den Fahrscheinwerfern 😉

Erkenntnis zwei: Die HIR2-Lampen und insbesondere die Scheinwerfer vom Ampera und Volt 1 sind schlichtweg eine Fehlkonstruktion. Man bekommt auch mit weißerem Licht nicht mehr Helligkeit. Es ist halt bloß die Optik :-(

Aber die passt jetzt, die Gelbstichigkeit ist raus und das Licht passt zum den LED Tagfahrlicht :-)

Kennzeichenleuchte vorher Kennzeichenleuchte_neu             IMG_2417

06.01.2016

Ich muss gestehen, das letzte Jahr war mit dem Ampera doch etwas anstrengend, was die Zahl der unangenehmen Begleiterscheinungen mit sich brachte.

Aber ich gelobe der Besserung und werde regelmässig was Neues posten.