Grundsätzliches





 

Auslösende Faktoren und Gedanken In den Jahren 2008 und 2009 war der Rohöl-Preis massiv heiß gelaufen: Für das Barrel mußte zeitweilig über 150 US Dollar bezahlt werden. Analog dieser Preisexplosion zogen die Spritpreise ungebremst hinterher. Was dazu führte, dass sich der Benzinpreis auf hohem Nievau festsetzte, trotz fallenden Rohöl-Preisen an den Weltmärkten.

Nunmehr kostet Ende 2015/ Anfang 2016 das Rohöl-Barrel nur noch etwa ein Viertel des Preises von vor sechs bis sieben Jahren. Das freut sicherlich alle Autofahrer fossiler Antriebskonzepte. Man sieht es ja auf den Straßen, was bewegt wird. Es werden immer mehr Autos. Diese werden immer größer, schwerer. Wirklich viel weniger verbrauchen diese auch nicht, als früher.

Hast Du Dich nicht schon mal gefragt, weshalb der Kraftstoffpreis sich nicht ähnlich entwickelt hat? Warum eine Senkung des Marktpreises beim Rohöl nicht anteilig an den Zapfsäulen seinen Niederschlag findet? Wenn man es jetzt 1:1 vergleicht, müsste der Liter Diesel statt für rund 1 €/Liter mittlerweile von seinem Höchstpreis von 1,50 €/Liter nunmehr bei rund 0,50 €/Liter liegen. Dabei gibt es noch zwei weitere ganz entscheidende Faktoren: Der Staat erhebt einen enormen Anteil an Steuern auf den Kraftstoff. Mehrwertsteuer, Mineralölsteuer, Ökosteuer. Teilweise werden Steuern auf Steuern verlangt. Daher ist es im größten Interesse des Staates, nichts an der „Geldmaschine“ Zapfsäule zu verändern. Viel Umsatz an den Tankstellen bringt viel Steuereinnahmen. Nichts desto trotz neigt der Staat meines Erachtens dazu, nur in Wahlperioden zu denken. Was aber bringt uns ein ausgeglichener Staatshaushalt, wenn zukünftigen Generationen die Lebensgrundlage für Klima, Umwelt, sauberes Wasser, Artenvielfalt und Nachhaltigkeit fehlt?

Ein weiterer Faktor ist, dass nach wie vor an den Ölmärkten die Abrechnungen in US-$ erfolgen. Der Kurs hat sich in den letzten Jahren sehr nachteilig für uns entwickelt, zumindest, was die Kaufkraft des Euros gegenüber dem Dollar anbelangt. Einziger Vorteil ist unbestritten, dass ein billigerer Euro es uns Europäer es möglich macht, auf den Weltmärkten Waren und Dienstleistungen besser absetzen zu können.

Zu welchem langfristigen Preis, den wir zahlen müssen, zu Lasten heutiger und künftiger Generationen, sind wir bereit, unseren derzeitigen Wohlstand zu sichern?

Umdenken?

Dass die fossilen Energieträger endlich sind und nachfolgende Generationen unter diesem heutigen Wahnsinn zu leiden haben scheint zumindest seit dem Pariser Klimagipfel Ende 2015 auf supranationaler Ebene angekommen zu sein. Nun gilt es aber, schnellstens auf (multi)nationaler Ebene die ehrgeizigen Ziele zu operationalisieren.

Das bisherige Versagen der Politik, das Zögern der öffentlichen Hand und der Wirtschaft entfachten in mir den ungebändigten Drang, den für mich beeinflußbaren Teil der persönlichen Energiewende selbst in die Hand zu nehmen. Es würde mich freuen, wenn ich Dich auf diesen Seiten etwas zum Nachdenken anregen kann oder Deine Fragen zur Elektromobilität klären kann.