Wie die Einkaufslust zum Einkaufsfrust wird. Oder das Verständnis von Aldi Süd und innogy zum Kundenerlebnis.

Ist das die Strategie oder was?

Am 22.06.2018 wurde auf goingelectric.de  die Ladesäule am Aldi Süd erstmalig als teildefekt gemeldet. Nach mehreren Einmeldungen bei der Störungshotline und dem Socialmedia-Team von innogy ändert sich an dem ärgerlichen Umstand leider nichts.


Mein E-Mail am 06.07.2018 an innogy und Aldi-Süd:

Sehr geehrte Damen und Herren von innogy und Aldi Süd,
ich muss nun wirklich meiner Verärgerung freien Lauf lassen.
Wie in nachfolgendem Thread dargelegt, ist seit über zwei Wochen die Ladesäule an der Aldi-Süd Filiale in 65812 Bad Soden, Friedrich-Uhde-Str. für Typ 2 und CCS-Ladungen defekt!

https://twitter.com/Elektroflitzer/status/1011699805339488256

Nach mehrmaligen Defektmeldungen bei der Hotline, die an der Säule angegeben ist, sitzen auf der anderen Seite der Leitung nur bedauernswerte Geschöpfe, die einem nicht weiterhelfen können.
Auch über Twitter erhält man nur vage Aussagen, nichts Belastbares.
Sie sollten wissen, dass ich als treuer Aldi-Kunde seit Jahren auch gerade deshalb unsere Wocheneinkäufe in dieser Filiale mache und Monat für Monat weit über 400 Euro Umsatz liegen lasse.
Nun könnten Sie sich natürlich zurücklehnen und sich sagen: Der Kunde soll doch froh sein, dass er bis jetzt da gratis laden kann.
Ich sage ihnen: Ja, sie haben recht.
Ich teile ihnen aber auch mit, dass es sehr wohl im Umkreis genügend andere Discounter- und Supermärkte gibt, die das derzeitige Leistungsangebot von Aldi Süd hervorragend substituieren können.
Gerade in diesen Zeiten, wo eine positive Abgrenzung von Mitbewerbern dringend not tut, erwarte ich von Dienstleistern mehr und vor allem zügigeres Engagement.
„Sonne tanken“ – das würde ich ja gerne, gerade bei diesem Wetter, es gleicht einem Schildbürgerstreich!
Sollte ihnen also etwas daran liegen, meinen Haushalt als Kunden zu behalten und mich nicht dauerhaft zu verlieren, nennen sie mir bitte ihre Gründe, weshalb die Problemlösung mit solch einer Nachrangigkeit behandelt wird.

Daraufhin erhalte ich von innogy via Twitter folgenden Dialog:

Aldi Süd teilt mir per E-Mail am 10.07.2018 mit:
Sehr geehrter Herr Peter,
wir freuen uns, dass Sie uns regelmäßig Ihr Vertrauen schenken und zu unseren Stammkunden gehören. 
Es tut uns sehr leid, dass die Ladesäule an der Filiale in Bad Soden schon seit über zwei Wochen defekt ist. 
Das ist selbstverständlich nicht in unserem Sinne. Der Defekt ist uns und auch der Fa. Innogy bekannt. Leider gab es bei der defekten Hardware-Komponente Lieferverzögerungen, so dass die Ladesäule erst im Laufe dieser Woche repariert werden kann.
Wir freuen uns auf Ihren nächsten Besuch und wünschen Ihnen noch eine sonnige Woche.Mit freundlichen Grüßen aus Mülheim an der Ruhri.
A. xxxxxxxxx
Kundenservice

Heute, am 16.07.2018  versuche ich, nach über drei Wochen Abstinenz bei bestem Wetter für „Sonne tanken“ wieder einmal das Glück zu verspüren, als echtes Kundenerlebnis noch eine gute Portion Strom mitzunehmen.
Leider werde ich abermals enttäuscht und stelle fest – Aldi’s und innogy’s Strategie des Schaufenster-Projektes ist nur ein Marketing-Gag.
Nein, es liegt nicht an meinem AMPERA-e! Mit diesem habe ich schon seit über einem halben Jahr an der selbigen Säule geladen. Auch habe ich am letzten Wochenende an einer EnBW-Ladesäule erfolgreich geladen.

Liebe Entscheider, Marktverantwortliche-Funktionäre bei Aldi-Süd und innogy: Mein „Entscheidungsbaum“ sieht wie folgt aus:

Ich werde ab sofort, bevor ich den Markt betrete prüfen, ob die Ladesäule funktionsfähig ist. Falls ja (damit rechne ich vorerst nicht), gehe ich da einkaufen. Ansonsten werde ich einen anderen Discounter bzw. Supermarkt aufsuchen und dieses und weitere Male meinen Umsatz diesem anderen Markt schenken.

Denn mittlerweile habe ich erhebliche Zweifel, dass Euch das positive Kundenerlebnis, das Autoaufladen während des Einkaufs, auch nur das Schwarze unterm Fingernagel wert ist.

Ist das Eure Strategie, ein Greenwashing vorzunehmen?

Lasst einfach die vielen Plastikverpackungen um Obst und Gemüse weg – dann reicht es auch für die Reparatur der Ladesäule!

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